So erkennst du wertvolle Fitnesstipps

Fitness und ich feiern Silberne Hochzeit. Vor 25 Jahren betrat ich zum ersten Mal ein Fitnessstudio, natürlich ohne zu wissen, was mich erwartet. Ein halbes Jahr vorher hatte ich bereits zuhause auf der Kettler-Bank trainiert, Tischbeine abgesägt, um under bar pull ups machen zu können und mir die Curlstange mit schätzungsweise 17 Kilo Gesamtgewicht in Sätzen von 2×300 und 2×200 Wiederholungen als Bizepscurl gegen das Schlüsselbein gedonnert. Ja, richtig, 1000 Wiederholungen jeden Abend für den Bizeps. Ich war ziemlich blöd, aber auch 18 und blöd sein ist seit je her ein Vorrecht der Jugend. Hätte ich mir rechtzeitig eine kritische Haltung gegenüber falschen Ratschlägen angewöhnt, hätte ich mir Jahre meines Trainings sparen können. Lassen Sie mich davon erzählen, damit Ihnen nicht dasselbe passiert. 

Bild Flasche Schlangenöl

Von Bro-Science und Schwesternwissenschaft

Mitte der 90er gab es genau zwei Wege, sich über Fitness zu informieren: man konnte sich die Hochglanzmagazine leisten, in denen bekannte Namen des Bodybuildings ihre ausufernden Trainingspläne zum Besten gaben und/oder man wurde Student der „bro-science“. Die Bruderschaft der Muskelwissenschaft existiert noch heute, man findet sie praktisch zu jederzeit im örtlichen Fitnessstudio und erkennt Angehörige an ausladenden Proportionen und vielen, vielen Sätzen pro Übung. Ab und zu begegnen Sie einander, tauschen Trainingsweisheiten aus und raunen einem spargeligen Neuling Korrekturen seiner Übungsausführung oder gleich seines ganzen Trainings zu. Dieser, gleichermaßen verunsichert und begeistert, beginnt meist sofort die Maßnahmen umzusetzen und seinen Freunden davon zu erzählen. Manchmal sind solche Tipps tatsächlich wertvoll und es gibt viele Studiobesucher weltweit, die informierter und auskunftsfreudiger sind als so mancher Trainer. Ich möchte die Zeiten nicht missen, Krafttraining war, damals auf eine ganz andere Weise als heute, ein Reich der Mythen und Legenden, was für mich durchaus den Reiz dieser Branche ausmacht.

Die moderne Fitnessindustrie hat mich unter anderem zwei Dinge gelehrt: erstens, es gibt auch eine sis-science, diese findet hauptsächlich über soziale Netzwerke statt, funktioniert aber im Grunde nicht anders als die bro-science der vergangenen Dekaden. Mitteilungsfreudige Fitnessenthusiastinnen, deren Hauptargument (manchmal das einzige Argument) der eigene Körper ist, teilen willigen Adeptinnen ihre ganz persönlichen Fitnessweisheiten mit. Manches davon ist wertvoll, vieles nicht. Zweitens: Mehr Information bedeutet nicht mehr Wissen. Gut, letzteres hätte man auch schon vorher wissen können.

Die sind ja nicht dumm. Die wissen nur so viele Dinge, die nicht stimmen.

Obiges Zitat, in Anlehnung an den Ausspruch eines ehemaligen US-Präsidenten, gibt die Problematik ganz gut wieder. Gut informiert zu sein bedeutet nun mal nicht, die Informationen kritisch geprüft zu haben und nicht jeder, der viele Bücher liest, ist auch belesen. Gerade in Zeiten, in denen jeder ungeprüft sein „Fachwissen“ in e-books zum Besten geben kann, gehen Lesen und Wissen nicht mehr Hand in Hand. Das sage ich als Autor von Büchern auf Amazon: für unbedarfte Leser sind viele der Machwerke mit ihren halbgaren Tipps bestenfalls rausgeworfenes Geld und schlimmstenfalls gesundheitsgefährdend. Die Grundsatzfrage aus den Zeiten, in denen Dr. Alban und Ace of Base in den Charts waren, ist heute drängender als je zuvor: Wie unterscheide ich wertvolle Tipps von halbgaren Meinungen?

 

Schlangenöl – jetzt in limitierter Auflage!

Dereinst zogen Handelsvertreter durch den Wilden Westen und verkauften besondere Öle um Wunden zu heilen, Stimmungen zu bessern und potenzielle Ehepartner gefügig zu machen. Dabei galt die Faustformel: je kleiner und feiner die Flasche, desto wertvoller der Inhalt. Die Tatsache, dass solche Händler wieder auf der Straße sein mussten, bevor jemand ihr Wundermittel ernsthaft getestet hatte, war wohl die erste Version eines zeitlichen Verknappungsprinzips. Ebenso oft fand sich eine frühe Version des Social Proof in der staunenden Menge. Jemand riss die Arme hoch, um vollmundig mitzuteilen, dass er erst kürzlich wieder laufen lernte, dank des Wundertonikums. Der Einfachheit halber fuhr dieser immer wieder begeisterte „Geheilte“ gleich mit dem fahrenden Händler mit. Wann immer Wundermittel, experimentelle Geräte und neueste Trainingstechniken zum Abnehmen, Aufbauen und schöner werden im Angebot sind, sollten Sie zunächst fragen: Wer, außer dir und deinen Freunden, weiß noch davon?

Ich will damit nicht in Abrede stellen, dass es auch in Trainings- und Ernährungswissenschaft neue Erkenntnisse gibt, beziehungsweise alte Erkenntnisse wiederentdeckt werden, es lohnt also durchaus, über den Tellerrand des angeblich gesicherten Allgemeinwissens zu schauen. Schließlich propagiere ich selbst ein Trainingssystem, dass nicht weniger behauptet, als dass mit einem lächerlich geringen Zeitaufwand ähnliche Erfolge zu erreichen sind, wie mit dem High Volume Trainingsplan eines Bodybuilders. Allerdings habe ich dieses System weder erfunden, noch bin ich der Erste, der damit Erfolge vorzuweisen hat. Skepsis ist also immer dann angebracht, wenn jemand in seinem stillen Kämmerlein ein revolutionäres Prinzip entdeckt hat, dass einer Myriade von Fitnessbegeisterten zuvor entgangen ist. Erklärungen zu diesem wundersamen Vorgang sind meist schwammig und enden bei weiterer Nachfrage schnell mit „also, bei mir und meinem Bruder funktioniert es auf jeden Fall!“. Spätestens hier sollten Sie freundlich nicken und weitergehen.

 

Die Erde ist höchstwahrscheinlich rund

Die Frage, wie sich eine neue Information zum allgemeinen Wissensstand verhält, ist zwar für ihren Wahrheitsgehalt nicht entscheidend, aber durchaus ein Indiz. Je grundlegender sich das Gesagte von dem Bekannten unterscheidet, desto wasserdichter sollten die Belege sein. Wenn konträr zum Kanon aller anerkannten Wissenschaften behauptet wird, dass die Erde eine Scheibe ist, dann ist das als Behauptung zunächst völlig legitim und vielleicht ein bisschen lustig. Ernsthaft in Betracht ziehen werde ich die Theorie aber erst, wenn mir jemand ein Foto der Unterseite der Scheibe zeigt. Bis dahin lautet meine Antwort auf die Theorie: Höchstwahrscheinlich ist es nicht so.

Wo wir schon beim Thema sind: als ich sehr jung war, wurden in einschlägigen Zeitschriften Hanteln verkauft, die von der NASA entwickelt wurden. Es waren sehr große Plastikhanteln, die mit Wasser, Sand, etc. befüllt werden konnten und innen einen drehbaren Griff hatten, um Training in sämtlichen Winkeln möglich und damit circa 1000 % effektiver zu machen. Ich gehe davon aus, dass ein Training über die komplette Bewegungslänge mit den riesigen Dingern unmöglich war und der Verstellmechanismus des Griffes relativ schnell den Geist aufgab – und dass Nasa der Name der Schwester eines findigen Kaufmanns war. Man mag über solche Angebote schmunzeln, aber welche Möglichkeiten gab es damals schon, den Wahrheitsgehalt der Werbung zu überprüfen? Die Falsifizierbarkeit solcher Aussagen, ob im All oder im Alltag, ist für den Laien praktisch unmöglich, es sei denn, man beruft sich auf kanonisches Wissensgut. Hier sollte man weniger auf Testimonials und Sterne-Bewertungen vertrauen, als vielmehr auf real-existierende Menschen und solche, die bereits in der Vergangenheit durch vertrauenswürdige Aussagen geglänzt haben.

 

Schwarzeneggers Arschigkeit ist nicht der einzige Grund für seinen Erfolg

Kein Geringerer als Arnold persönlich erzählte dereinst die Geschichte, wie ein junger Bodybuilder zu Schwarzenegger kam und ihn fragte, ob die Lichtgestalt des Bodybuilding nützliche Tipps für seinen ersten Bühnenauftritt habe. Arnold inspirierte ihn mit der Info, dass beim Posing auf der Bühne seit neuestem laut gebrüllt wird, um sich die Aufmerksamkeit von Publikum und Preisrichtern zu sichern. Natürlich blieb der Nachwuchsbodybuilder bis dato der Einzige, der jemals bei so einer Veranstaltung laut gebrüllt hat und seine Karriere war mutmaßlich schnell vorbei.

Hieraus ergeben sich zwei Erkenntnisse, erstens: Schwarzenegger ist ein Arsch – hab‘ ich schon immer gesagt. Zweitens folgt aus der Tatsache, dass Schwarzenegger ein erfolgreicher Arsch ist, nicht, dass alles was Schwarzenegger sagt zum Erfolg führt. Es bedeutet noch nicht mal, dass alles was Schwarzenegger tut oder getan hat zum Erfolg führt. Auch wenn das erst mal schwer zu verdauen ist, die Tatsache das Arnold ein erfolgreicher Bodybuilder war bedeutet nicht, dass sein Training optimal oder auch nur sehr gut war. Schließlich war er auch ein überaus erfolgreicher Schauspieler, ohne optimal oder auch nur sehr gut schauspielern zu können.

Schnellschüsse sind Trugschlüsse: die wahren Erfolgsgründe sind oft gar nicht so leicht zu ermitteln

Selbst, wenn Sie sich überhaupt nicht für Bodybuilding interessieren und sich aus ganz anderen Gründen mit Fitness und Ernährung beschäftigen, ist das Phänomen des kausalen Reduktionismus für Sie interessant. Allzu oft gehen wir angesichts eines wünschenswerten Ergebnisses davon aus, dass es einen einzigen, bestimmenden Grund für dieses Ergebnis geben müsse. Sätze, wie „So ein Auto kann der sich nur leisten, weil er einen reichen Vater hat“ sind mir ehrlich gesagt auch schon durch den Kopf gegangen und Spielarten davon werden Ihnen ebenfalls bekannt sein. Dabei mag es in dem genannten Fall eine Tatsache sein, oder auch nicht, dass der Papa reich ist, die Wahrscheinlichkeit, dass ich zum Schutz meines eigenen Egos einer single-cause fallacy aufgesessen bin, ist jedenfalls relativ hoch. Vielleicht liegt Ehrgeiz der Familie im Blut, vielleicht hatte der Junge in seinem Vater ein gutes Vorbild, vielleicht ist er sozial besonders kompetent oder einfach nur klug, wodurch er sich einen entsprechenden Vorteil verschaffen konnte. Das angenommene Vermögen des Vaters mag in diesem Fall Starthilfe geleistet haben, oder auch nicht, es ist aber in keinem Fall zwingend als der ausschlaggebende Grund für das dicke Auto anzunehmen.

 

Der entscheidende Trugschluss in Bezug auf Influencer

Genau diesen (D)Effekt im menschlichen Denken haben sich oben genannte Magazine übrigens zunutze gemacht, indem sie die erwähnten High-Volume Trainingspläne mit teilweise 15 Sätzen pro Muskelgruppe veröffentlichten. Der, zumeist nicht bewusst artikulierte, Gedankengang beim unbedarften Adepten war folgender:

1. Ich will so einen Körper wie Bodybuilder X haben

2. Voraussetzung für so einen Körper ist das richtige Training

3. Bodybuilder X trainiert nach dem High-Volume Prinzip

4. Das High-Volume Prinzip muss die Voraussetzung für seinen Körper sein

Schlussfolgerung: Wenn ich auch High-Volume trainiere, bekomme ich auch so einen Körper

Nur so ist es zu erklären, dass in Fitnessstudios weltweit selbst rhetorisch minderbegabten Kraftsportlern mit mächtigen Oberarmen umgehend eine gewisse Autorität bezüglich komplexer sportbiologischer Vorgänge zugeschrieben wird. Das Verführerische ist, dass keine der Annahmen für sich genommen notwendigerweise falsch ist, die Summe der Annahmen aber zu fatalen Fehlschlüssen führen kann, mit der manch einer viel Zeit und Geld verschwendet. Selbstverständlich ist ein schöner Körper erstrebenswert (1), ziemlich sicher ist gezieltes Training die Voraussetzung dafür (2) und ganz bestimmt hat jeder erfolgreiche Sportler seinen individuellen Weg gefunden (3), dieses Ziel zu realisieren (4). Aber ist es wirklich die Einzige Voraussetzung für den Erfolg oder auch nur die entscheidende? Besser noch, könnte es sein, dass andere Faktoren so ausschlaggebend sind, dass praktisch jedes anerkannte Trainingssystem zum Erfolg geführt hätte und einige davon vielleicht sogar schneller und besser als das gewählte?

Professionelle Bodybuilder sind genetische Sonderfälle, die beneidenswerte Gruppe von Menschen, die schon Muskulatur aufbaut, wenn Sie nur an einem Fitnessstudio vorbeigeht. Ohne diesen Sonderfall wird man nämlich nicht zum Profi, dass gilt für diese und alle anderen Individualsportarten, die mit Kraft und Schnelligkeit zu tun haben. Zudem, auch das ist weithin unbestritten, ist auch der 13.platzierte auf solchen Veranstaltungen noch bis in die Haarspitzen voll mit anabolen Substanzen. Was passiert, wenn man einem solchen, von der Natur bevorzugten Organismus riesige Mengen an Steroiden zuführt und ihn, von anderen Sorgen des Alltags befreit, irgendeinem sinnvollen Trainingsprotokoll aussetzt? Genau. Mag schon sein, dass Schwarzenegger mit einem High Volume Programm Mister Olympia geworden ist, aber Jahre später ist Dorian Yates mit seiner Version des Ein-Satz-Training Mister Olympia geworden und sah dabei noch massiver aus. Allgemeingültige Rückschlüsse auf die entscheidende Wirkung eines bestimmten Trainingsprogramms zu ziehen, dürfte spätestens ab hier wirklich schwer werden. Und während Punkt vier der genannten Argumentationskette daher äußerst fraglich ist, ist die Schlussfolgerung schlicht falsch: kein normaler Erdenbürger würde, Doping und Training hin oder her, vergleichbare Resultate erzielen.

Jetzt kann man über solche Verirrungen der Fleischberge natürlich schmunzeln und alte Klischees vom dummen Bodybuilder auspacken, aber, Hand aufs Herz, funktioniert modernes Influencer-Marketing denn anders? Hoffen wir denn nicht, dass irgendetwas von der magischen Anziehungskraft auf uns abfärbt, wenn wir dieses oder jenes Produkt kaufen? Dabei muss weder die angepriesene Creme noch das neueste Superfood einen auch nur marginal entscheidenden Anteil an den schicken Fotos auf Instagram gehabt haben. Manche Menschen sehen einfach verdammt gut aus – und dopen mit Fotofiltern.

 

Fazit: Entwickeln Sie einen Bullshit-Detektor und stellen Sie immer die eine Frage

Was haben ich in den vergangenen Dekaden über Trainingshinweise gelernt? Zunächst einmal, dass auch Freunde, Trainingspartner und andere Sporttreibende gute Quellen für neue Ideen sein können, mehr noch, auf der Grundlage des gegenseitigen Austauschs können sich Gemeinschaften bilden, welche in früherer Zeit einen großen Teil der Attraktivität sportlicher Aktivitäten ausgemacht haben. Allerdings gilt: Glaubwürdigkeit kann man sich nicht allein durch sportlichen Erfolg erkaufen, denn Sie wissen nicht, ob der Mensch vor Ihnen einfach nur von den Göttern beschenkt wurde oder ob das angepriesene Trainingssystem wirklich ausschlaggebend für seinen Erfolg ist. Je autoritärer das Auftreten des Gegenübers und je vollmundiger die Versprechungen der angepriesenen Idee, desto kritischer sollten Sie sein.

Gleiches gilt für das Fachpersonal. Als Trainer bin ich verwundert, wie vorbehaltlos neue Kunden im Fitnessstudio die Ideen des Teams übernehmen. Fragt man Sporttreibende wenige Wochen nach Aufnahme des Programms warum sie diese oder jene Übung machen, so ist die Standardantwort: weil der Trainer es gesagt hat. Ob ich 1994 auch so war? – da können Sie drauf wetten. Das heißt aber nicht, dass Sie es nicht besser machen können. Es reicht nun mal weder für den Trainingspartner noch für ausgebildetes Trainingspersonal, gute Ideen in Bezug auf geeignetes Training zu haben. Wer Ideen nicht kohärent vermitteln kann, der hat entweder eine schlechte Idee oder die Idee selbst nicht richtig verstanden. Um das beurteilen zu können, müssen Sie nicht selbst zum Experten mutieren, es reicht ein kritischer Verstand und etwas Selbstvertrauen. Wenn die Person vor Ihnen nicht in der Lage ist, die Tipps so zu erklären, dass Sie es verstehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie derzeit darauf verzichten können. Die eine Frage, die Sie immer stellen sollten, ist: Wie genau hilft mir deine Idee bei meiner Zielsetzung?

Ähnliches gilt für Ratschläge durch Online-Präsenzen, auch wenn hier die Kommunikation oft einseitig ist. Unabhängig von Physis, Fans und Followern sollten Sie spätestens sich selbst fragen: Kann ich den Sinn des Gesagten vor einem kritischen Geist (z. B. Freund/in) wiedergeben, ohne mir blöd vorzukommen? Und ist es auch dann noch sinnvoll, wenn ich es in den Kontext meiner eigenen Ziele und Wünsche setze? Ist dies nicht gegeben, ist die Idee nicht zwingend falsch, aber höchstwahrscheinlich nicht die richtige für Sie. Das gilt vor allem dann, wenn eine hohe Vorabinvestition in Form von Zeit und/oder Geld verlangt wird. Versuchen Sie unabhängige Meinungen zu finden, so viele wie möglich, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Warum manche Menschen bereit sind, nicht unbeachtliche Mengen Geld und Monate ihres Lebens in neue Trainingskonzepte zu investieren, aber vor einer Stunde ordentlicher Recherche im Internet zurückscheuen, wird mir nicht so richtig klar.

Nicht allen schlechten Tipps und Produkten kann man mal eben so entkommen. Wie schon unzählige Eltern sagten: Manche Fehler muss man selbst machen. Wenn ein Tipp, ein Prinzip, ein Konzept, die genannten Tests bestanden hat, dann machen Sie Ihre Fehler konsequent. Nichts ist schlimmer, als sich auch nach der Investition von Zeit und Geld noch nicht sicher zu sein, ob die Sache funktioniert hätte, wenn man nur konsequent durchgezogen hätte. Legen Sie einen Zeitraum fest, in welchem Sie nach dem neuen System trainieren und evaluieren Sie möglichst genau die Ergebnisse. Denn eine Sache sollte auch im schlimmstmöglichen Szenario gegeben sein: das sie hinterher schlauer sind als vorher. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!